die 2000er Jahre

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Verabschiedung Bürgermeister Klaus Walter am 30. Juni 2005

Am 30. Juni 2005 begleitete der Musikverein Uhingen die offizielle Verabschiedung von Herrn Klaus Walter in den Ruhestand. Mit launigen Worten bedankte sich der damalige Vorsitzende Steffen Donnert für 24 Jahre gute Zusammenarbeit. Der Musikverein habe ihn ja bei der damaligen Kandidatenvorstellung in der Haldenberghalle so quasi musikalisch eingeführt und begleite ihn jetzt wieder musikalisch in den Ruhestand. Als Abschiedsgeschenk bekam Herr Bürgermeister a.D. Klaus Walter auf Lebenszeit freien Eintritt bei allen Jahreskonzerten des Musikvereins und durfte als letzte „musikalische“ Amtshandlung den Bürgermeister-Marsch dirigieren.

Bild: Verabschiedung Bürgermeister Klaus Walter 2005

Deutsches Musikfest vom 17. - 20. Mai 2007

Der absolute Höhepunkt im Musikerleben vieler unserer Musikerinnen und Musiker war die Teilnahme am deutschen Musikfest am 19. und 20. Mai 2007 in Würzburg.

Es war dies erst die vierte Großveranstaltung dieser Art in Deutschland und fand unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler statt. Eigentlich war es ja das erste deutsche Musikfest, die drei Vorgänger hießen deutsches Bundesmusikfest und fanden jeweils unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzlers statt.

An diesem beeindruckenden musikalischen Großereignis nahmen neben uns noch weitere rund 370 Orchester mit über 15.000 Musikerinnen und Musikern teil. Diese gestalteten durch ihre ungeheure Klangvielfalt und ihre stets präsente Freude an der Musik über alle vier Tage hinweg ein gewaltiges, buntschillerndes Klanggemälde.

Hochmotiviert, sehr gut vorbereitet und auf das Kommende bestens eingestimmt, waren wir am 19. Mai mit dem Bus nach Würzburg unterwegs und kamen auch sehr entspannt an.

Aber wie es bei solchen Großveranstaltungen nicht anders sein kann, hat eben nicht alles so funktioniert, wie wir es erwartet hatten. Als ungeheuer wichtig wurde die Teilnehmeridentifikationskarte angepriesen. Mit ihr sollte man überall Eintritt be- und auch in den Genuss sonstiger Vergünstigungen kommen. So weit so schön. Aber wer hat uns darauf vorbereitet, dass jeder seine Teilnehmerkarte selbst aus dem Veranstaltungsheft herausschneiden musste? Wer (außer die vorbildlichen GrundschullehrerInnen) hat denn immer ein Schere griffbereit? Zu allem Überfluss bekamen wir zwar alle einen Bändel, um die Karte offen tragen zu können. Allerdings, so teilte man uns lapidar mit, seien die zugehörigen Einsteckhüllen dafür nicht rechtzeitig geliefert worden. Unglaublich, oder? Das Gelächter im Bus war groß.

Als glückliche Fügung darf man auch den Umstand bezeichnen, dass wir eigentlich viel zu früh vor Ort waren. Als wir nämlich Einchecken wollten, sollten wir uns in einem Gymnastikraum ohne Stühle(!) einspielen. Auf sanften Druck unsererseits kamen wir dann zu einem regulären Einspielraum der Mozart-Schönborn-Schule. Das Nachsehen hatten dann die Musiker, die eigentlich für diesen vorgesehen waren.

Bild: Wertungsspiel beim Bundesmusikfest 2005

Schließlich saßen dann 33 hochkonzentrierte Musikerinnen und Musiker um 12.30 Uhr in der Turnhalle vor etlichen Fans und der vierköpfigen Jury. Unter der Leitung von Peter Carle erklang zunächst die Variationen über ein französisches Volkslied Sur le pond d'Avignon von Franco Cessarini, danach das ausgewählte Pflichtstück der Kategorie 3 (Mittelstufe) Gullivers Reise von Bert Appermont. Der Vortrag des Blasorchesters beeindruckte die Jury derart, dass sie unserem Dirigenten Peter Carle noch vor der Besprechung spontan zur Leistung seiner Musiker gratulierte.

Bild: Wertungsbericht

Beim wohlverdienten Entspannungssekt war die Stimmung auch entsprechend ausgelassen. Diese steigerte sich zur Euphorie als wenige Stunde später das Ergebnis veröffentlicht wurde: mit hervorragendem Erfolg.

Dies waren natürlich beste Voraussetzungen für die restlichen Highlights in Würzburg: Blasorchester auf allen denk- und undenkbaren Niveaus, Bigbands, Fanfarenzüge, Spielmannszüge und, und....

Der ausgelassene Abend und die kurze Nacht wurde bei unseren neuen Freunden vom Musikverein Stammheim verbracht. Besonders beeindruckend war neben der herzlichen und großzügigen Gastfreundschaft deren fantastischer Probe- und Festpalast. Uns Uhingern standen teilweise die Tränen in den Augen ob dieser optimalen Voraussetzungen für Probenbetrieb, Unterricht, Festveranstaltungen, Lagerräumen, Noten- und Uniformaufbewahrung, Instrumentenlager...

Am Sonntag ging das Musikfest offiziell mit einem Massenchor mit rund 6000 Mitwirkenden, sowie Grußworten u.a. vom Schirmherrn der Veranstaltung, Herrn Bundespräsident Horst Köhler zu Ende.

Beim abschließenden Festzug zeigte sich noch einmal, wie vielfältig sich die Blasmusikszene darstellt. Hunderte von Orchestern ließen sich auch durch die brütende Hitze nicht davon abhalten, mit fröhlichem Spiel, trotz hochröter Köpfe und in Strömen fließendem Schweiß, ihre Botschaft hinauszuposaunen: Musik (machen) macht glücklich!

Und so kamen die Uhinger überglücklich am Sonntag Abend zurück, wohlwissend, dass dies nicht der letzte Besuch eines Deutschen Musikfestes war.

Bild: Wertungsbericht

Und seit 22. Juni 2007 war es dann auch amtlich und wir haben die Urkunde erhalten:

In der Kategorie 3 (früher: Mittelstufe) erreichte das Blasorchester des Musikverein Uhingen beim Wertungsspiel für Konzertmusik das Prädikat mit hervorragendem Erfolg teilgenommen. In Schulnoten ausgedrückt ist dies eine 1.

Ein tolles und sehr gutes Ergebnis, das nur durch viel Fleiß und Probenarbeit erreicht wurde.

Wir wünschen uns, dass dieses Ergebnis Ansporn und Motivation ist, diesem tollen Hobby – Musizieren – treu zu bleiben. Wir wünschen uns auch, dass dies allen noch nicht Musizierenden oder auch nicht mehr Musizierenden ein Instrument in die Hände spielt. Wir warten auf Euch, wir freuen uns auf Euch!